Zuverlässige Quellen
Im Internet findet man eine hohe sechsstellige Zahl deutschsprachiger Zitate, von denen jedoch nur wenige mit detaillierten Quellenangaben versehen sind. Bei einer Überprüfung fiel mir auf, dass erstaunlich viele Zitate nicht korrekt wiedergegeben werden. Aus diesem Grunde machte ich es mir zum Prinzip, nur solche Zitate zu veröffentlichen, deren Authentizität ich überprüfen konnte. Alle hier aufgenommenen Zitate enthalten neben vollständigen Quellenangaben auch prägnante Informationen zu den Autoren. Zu einzelnen Zitaten liegen Interpretationen bzw. Kommentare vor. Die Liste wird kontinuierlich erweitert.
Auswahlkriterien
Bei der Auswahl der Zitate habe ich mich an folgenden Kriterien orientiert: Form, Inhalt und Funktion.Formal habe ich Zitate bevorzugt, die kein Wort mehr enthalten, als zur Verdeutlichung eines Gedankens notwendig ist (prägnante Formulierungen).
Der Autor sollte auf unnötig verkomplizierende Begriffe und Satzkonstruktionen verzichten (einfache Formulierungen).
Bevorzugt werden auch Zitate, bei denen Paradoxie und Ironie als Stilmittel eingesetzt werden (verblüffende Formulierungen).
Inhaltlich interessieren mich Zitate, deren Autoren über profunde Kenntnisse der philosophia perennis verfügen. Dabei ist nicht entscheidend, ob der Verfasser mit deren Inhalten weitgehend konform geht, wie etwa Meister Eckhart oder Goethe, oder ob er – wie zum Beispiel Epikur oder Cioran – eine eher kritische Haltung dazu einnimmt.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden in der vorliegenden Sammlung Zitate, die allgemeine psychologische Grundstrukturen aufdecken bzw. typische menschliche Denk- und Verhaltensmuster prägnant widerspiegeln wie etwa die Aphorismen von Nietzsche oder Schopenhauer.
Von den Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts bevorzuge ich diejenigen, die mit den philosophischen Implikationen der Quantenphysik sowie mit der Tiefenpsychologie vertraut sind.
Die wichtigste Funktion eines Zitats sehe ich darin, dass es den Leser unwiderstehlich animiert, zu der Aussage eines Autors Stellung zu beziehen.
Optimal wäre es, wenn das Zitat vor dem geistigen Auge des Lesers das Ablaufen eines „Kurzfilms“ in Gang setzt, in dem Szenen aus der persönlichen Erfahrung des Betrachters auftauchen, die die im Zitat dargestellte Sichtweise entweder bestätigen oder in Frage stellen. In beiden Fällen ermöglicht ein solches Ztat dem Leser eine größere innere Klarheit bezüglich des angespochenen Themas.
Weiterentwicklung – Ihr Wissen ist willkommen ...
Meine persönlichen Auswahlkriterien haben dazu geführt, dass von zigtausend Zitaten, die ich in Augenschein genommen habe, nur eine recht bescheidene Zahl übriggeblieben ist. Auch in der vorliegenden Sammlung erfüllen nicht alle Zitate alle jene Kriterien. Nach meiner subjektiven Einschätzung tun sie dies jedoch in höherem Maße als die meisten anderen.Andererseits fehlen in dieser Sammlung viele Zitate, die den obigen Kriterien durchaus genügen. Drei Gründe kommen dafür in Frage:
- Die entsprechenden Zitate sind mir nicht bekannt.
- Für die Zitate liegen mir keine zuverlässigen Quellen vor.
- Die Zitate sind urheberrechtlich geschützt, und es ist mir bisher nicht gelungen, eine Genehmigung zur Veröffentlichung zu erhalten, oder sie in einer nicht genehmigungspflichtigen Form zu präsentieren (kontextuelle Einbindung).
Sollten Sie Zitate mit genauen Quellenangaben kennen, die gut in diese Sammlung passen, bitte ich Sie, mir diese über das Kontaktformular zuzuschicken, oder per Post an: Andreas Tenzer, Limburger Straße 13, 50672 Köln.
Dankbar wäre ich Ihnen auch, wenn Sie mich beim Einholen von Genehmigungen zur Veröffentlichung unterstützen könnten. Dabei geht es ausschließlich um Autoren, die noch leben, oder noch keine 70 Jahre tot sind.
Im August 2006 habe ich damit begonnen, zu einzelnen Zitaten und Aphorismen Interpretationen zu schreiben. Die Anregung dazu ging von Lesern aus, die mich gebeten hatten, zu bestimmten Zitaten ein paar erläuternde Worte zu schreiben. Sollten Sie auf Zitate stoßen, die sich Ihnen nicht unmittelbar erschließen, können Sie mir diese gern zuschicken. Ich werde dann im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten eine kurze Interpretation dazu verfassen.
Besonders würde ich mich darüber freuen, wenn Sie sich selber in der Lage sehen, eigene Interpretationen zu schreiben. Diese sollte zwischen 100 und 500 Wörter enthalten und so gestaltet sein, dass die Leser nach dessen Lektüre das dazugehörige Zitat besser verstehen können. Wie Sie das bewerkstelligen, ist allein Ihre Sache. Denkbar wären auch persönliche Erfahrungen im Zusammenhang mit den Zitaten, Karikaturen, passende Links usw.
Benutzen Sie bitte für die Zusendung das Kontaktformular und geben Sie an, ob Ihr Beitrag anonym, mit Ihren Initialien oder mit vollem Namen veröffentlicht werden sollte.
Ich wünsche Ihnen viel Freude und fruchtbare Erkenntnisse bei der Lektüre!
Andreas Tenzer
