Zitate von Heraklit (Seite 1/2) | Zitate * Aphorismen * Lebensweisheiten

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Zitate, Aphorismen und Lebensweisheiten von Heraklit

Kurzbiografie
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Heraklit: * 550 v. Chr. im ionischen Ephesos - † 480 v. Chr. an unbekanntem Ort

Der griechische Philosoph Heraklit glaubte an einen ständigen Wandel aller Erscheinungsformen im Universum. Ihm wird der berühmte Satz zugeschrieben Panta rhei (= Alles fließt). Dieser Fluss wird in Gang gehalten durch polare Kräfte, durch Gegensätze wie Tag und Nacht, Gesundheit und Krankheit oder Krieg und Frieden.

Ähnlich wie Yin und Yang als Grundprinzipien der alten chinesischen Philosophie, deren Wurzeln bis ins zweite vorchristliche Jahrtausend zurückreichen (I Ging, Taoismus) sind die Gegensätze ineinander verschränkt und basieren auf einer verborgenen, unwandelbaren Ureinheit, die Heraklit als Logos bezeichnet und die im Taoismus Tao genannt wird. In der Welt der Erscheinungen manifestiert sich diese Einheit sowohl bei Heraklit als auch im Taoismus als ein kontinuierlicher Prozess des Werdens bzw. Wandels. Zwar kann niemand den Logos oder das Tao in seiner Ganzheit erfassen, jedoch sind die Prinzipien der unwandelbaren Einheit für den dialektisch denkenden Menschen erfahrbar.

Hinsichtlich der Konsequenzen, die sich aus diesen Erfahrungen ergeben, zeigen sich weitere Parallelen zwischen Heraklit und dem Taoismus. Ersterer sieht in der Unterwerfung unter die Gesetze des Logos die einzige vernünftige Lebensführung, während im Taoismus der Weise daran zu erkennen ist, dass er sich stets bemüht, im Einklang mit dem Tao zu handeln. Um dies zu können, ist nur eine wesentliche Voraussetzung erforderlich: sich vom Eigensinn befreien und so dem Sinn des Ganzen (Logos, Tao) in jedem Augenblick Raum zur Gestaltung geben. Diese - beiden Richtungen gemeinsame - einfache Weisheit erklärt, warum weder Heraklit noch die Taoisten eine komplizierte allgemein verbindliche Moral entwickelt haben.

Zu den Philosophen, die in besonderem Maße von Heraklit beeinflusst wurden, zählen Hegel (Weiterentwicklung der dialektischen Methode), Nietzsche (Ablehnung einer allgemein verbindlichen Moral) und Heidegger (Phänomenologie, Existenzphilosophie, Hermeneutik).
Heraklits Philosophie weist auch große Übereinstimmungen auf mit den Mystikern - auch wenn die meisten von ihnen statt Logos den Begriff Gott verwenden - sowie mit den philosophischen Implikationen der Quantenphysik.

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