Zitate von Laotse
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Die Datierungsversuche der Lebenszeit von Laotse [wörtlich: der alte Meister] schwanken zwischen dem sechsten und vierten Jahrhundert vor Christus. Allgemein wird aber angenommen, dass er ein hohes Alter erreichte.
Laotse gilt als Begründer des Taoismus. Ihm wird das
Tao te king zugeschrieben, eine Sammlung philosophisch-spiritueller Gedanken, die als die Grundprinzipien des Taoismus angesehen werden.
Nach Laotse ist
Tao das der ganzen Welt zugrunde liegende, alles durchdringende Prinzip, das in jedem Augenblick des Lebens am Werke sei und immer nur erfahren, jedoch als
das Ganze nie von einem seiner Teile erkannt werden könne. Es wird deshalb auch neben
Der Sinn mit
Der Weg,
Das Namenlose oder
Das Unbenennbare übersetzt.
Mit dem
Tao in Harmonie zu leben, ist für Laotse die wichtigste Aufgabe, die sich dem Menschen stellt. Ein Leben im Einklang mit dem
Tao sei vor allem gekennzeichnet durch natürliche Einfachheit sowie ein von egozentrischen Antrieben befreites Handeln (
wu wei).
Die Entstehungsgeschichte des
Tao Te King liegt noch heute im Dunkeln. Einer Legende zufolge soll Laotse den Text auf die Bitte eines Grenzwächters hin (am Hanku-Pass) niedergeschrieben haben, nachdem er seinen Posten als Leiter der Reichsbibliothek in der chinesischen Hauptstadt Loyang verlassen hatte und nach Westen aufgebrochen war, um dort in Abgeschiedenheit zu leben.
Andere vermuten, dass seine Schüler das
Tao Te King erst im dritten Jahrhundert vor Christus in schriftlicher Form festgehalten haben. Die ältesten Niederschriften des Werkes wurden im Jahre 1993 in einem Grab in der Nähe des chinesischen Guodian gefunden und auf etwa 300 vor Christus datiert.
Seit das Werk im 20. Jahrhundert in viele Sprachen übersetzt wurde, fand es weltweit Beachtung und gehört heute zu den Klassikern der Weltliteratur.
Werke auf dieser Seite:
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Alle Dinge haben im Rücken das Weibliche
und vor sich das Männliche.
Wenn Männliches und Weibliches sich verbinden,
erlangen alle Dinge Einklang.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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Beim Streben nach Wissen
wird täglich etwas hinzugefügt.
Bei der Einübung ins Tao
wird täglich etwas fallen gelassen.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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Belehren ohne Worte,
Vollbringen, ohne zu handeln:
So gehen die Meister vor.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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Betrachte die Welt als dein Selbst,
habe Vertrauen zum Sosein der Dinge,
liebe die Welt als dein Selbst;
dann kannst du dich um alle Dinge kümmern.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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Das aussagbare Tao
ist nicht das ewige Tao.
Laotse, Tao Te King, Zensho W. Kopp (Übers.)
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Das Harte und Starre begleitet den Tod.
Das Weiche und Schwache begleitet das Leben.
Laotse, Tao Te King, Zensho W. Kopp (Übers.)
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Das Tao des Himmels bevorzugt nicht,
ewig gibt es dem, der sich als gut erweist.
Laotse, Tao Te King, Zensho W. Kopp (Übers.)
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Das Tao ergreift nicht Partei;
es bringt sowohl das Gute als auch das Böse hervor.
Die Meister ergreifen nicht Partei;
ihnen sind sowohl Heilige als auch Sünder willkommen.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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Das Tao kann man nicht wahrnehmen.
Kleiner als ein Elektron,
enthält es unzählbare Galaxien.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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Das Tao nährt, indem es nichts erzwingt.
Der Meister führt, indem er über niemanden herrscht.
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)
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